Campos weist nicht dasselbe Entwicklungsmuster auf wie die Gemeinden von Mallorca an der Küste, sondern war lange Zeit eine reine Landwirtschafts- und Viehzuchtregion. Deshalb hatte der Ort auch keine Eile, sich der Tourismusnachfrage anzupassen. Und aus diesem Grund ist die Küste von Campos die am ursprünglichsten gebliebene von ganz Mallorca, was allerdings auch umstritten war, weil einige den touristischen Fortschritt forcieren wollten. Da die Landwirtschaft dann mehr und mehr verschwand, die Leute zogen in andere Regionen Mallorcas, wo sie mehr Berufe im Sektor der Dienstleistung fanden.

Früher besuchte die Landbevölkerung sehr wenig das Dorf, sie blieben mehr für sich, das Sozialleben fand fast gar nicht statt, nur zu besonderen Anlässen.

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Mit der Ankunft der Fahrzeuge fingen sie an, Straßen auszubauen und erste Fabriken, wie etwa vier Milchzentralen. Es entstanden kleine Familiengeschäfte für die Dorfbevölkerung.

 

Dadurch kamen auch mehr Berufe hinzu, wie Tierärzte, Automechaniker, Elektriker und Transporteure. Die Industrialisierung der Felder war nicht mehr aufzuhalten, was natürlich eine Abhängigkeit von den Kraftstoffen zur Folge hatte. Ein zweischneidiges Schwert.